Organist Jahn erfolgreich auf Bundesebene

Niklas Jahn ist Bundespreisträger

Der junge Rommerzer Organist Niklas Jahn (*1996) zeigte am Pfingstmontag 2012 (28. Mai) auch im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ sein außergewöhnliches Können an der Orgel und wurde mit dem 3. Preis ausgezeichnet.

bundeswettbewerb

Im Februar hatte sich Niklas im Fachbereich Orgel auf dem Regionalwettbewerb im Frankfurter Konservatorium „Dr. Hochs“ gegen zahlreiche Mitstreiter behauptet und es bis zum Landeswettbewerb in der Wiesbadener Hauptkirche St. Bonifatius geschafft. Dort glänzte er wieder mit großartiger Leistung und qualifizierte sich als einziger aus Hessen für den Bundeswettbewerb.

Auf ging’s nach Stuttgart 

So durfte der 15-jährige im Mai für mehrere Tage nach Baden-Württemberg reisen, um an dem Wettbewerb teilzunehmen. Bereits am 19. Mai verbrachte er einen Tag in Stuttgart, um die Orgel in der dortigen Stiftskirche kennen zu lernen. Dazu bekam er eine 2-stündige Registrierzeit, die ihm ausreichen musste, um sich mit dem großen Instrument vertraut zu machen. Die mit 81 Registern wahrhaft starke Orgel bot klanglich eine Vielfalt an Möglichkeiten, von denen sich der Nachwuchsorganist begeistert zeigte. Zum Vergleich: die Rommerzer Orgel – im Kreis Fulda eine der größten – besitzt 28 Register.

Am 26. Mai reiste Niklas zum Start des Wettbewerbes wieder nach Stuttgart und hatte die Möglichkeit, sich die Wertungsspiele seiner Mitstreiter anzuhören. Selber durfte er jedoch nicht mehr an das Instrument. Erst am 28. Mai war für ihn der große Moment gekommen: in einem 20-minütigen Wertungsspiel musste er vor einer strengen Jury und in der sehr gut gefüllten Stiftskirche sein Können unter Beweis stellen. Doch wie auch schon auf den Regional- und Landeswettbewerben zeigte sich Niklas souverän mit seinem Programm, welches mit Werken von Buxtehude, Reger und Dupré drei Epochen umspannte. Beim entscheidenden Spiel assistierte ihm sein älterer Bruder Marcel, der unter anderem die Orgel für ihn registrierte.

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Die Orgel in Stuttgart

Niklas äußerte seinen großen Respekt gegenüber der 6-köpfigen Jury. „Das waren echte Profis, zum Teil studierte Orgel-Professoren. Die haben echt streng bewertet und Kritik auf hohem Niveau gegeben“, so der Nachwuchsorganist. Ein Grund mehr, dass Niklas auf seine Leistungen, mit denen er die Jury begeisterte, stolz sein kann. So erreichte er insgesamt 20 Wertungspunkte und damit den 3. Preis. Wirklich eine besondere Leistung!

Darauf kann er stolz sein… 

Als Bundespreisträger darf er sich nun zu den besten Nachwuchsorganisten Deutschlands zählen. Bereits jetzt wird erkennbar, welche Auswirkungen ein solcher Sieg für die musikalische Karriere von Niklas haben wird. So erhielt er bereits Einladungen zu Orgelkursen für Nachwuchsspieler sowie eine Einladung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung auf den „Tag der Talente“ nach Berlin.

Niklas selbst zeigt sich begeistert über die wertvollen Erfahrungen, die er auf den Wettbewerben – besonders natürlich beim bundesweiten Entscheid – machen durfte. Unzählbar viele Stunden hatte er in den vergangenen Monaten damit verbracht, die zum Teil wirklich anspruchsvollen Orgelstücke einzuüben. Hinzu kommt der erschwerende Umstand, dass in Rommerz aufgrund der Kirchenrenovierung derzeit keine Orgel vorhanden ist und Niklas deshalb zum Üben stets nach Neuhof musste und sich dort in der St.-Barbara-Kirche vorbereitete. Doch spätestens jetzt kann man sagen: die vielen Stunden waren gut investiert.

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