Neues von der BI Bahnfreies Rommerz

Am Montag, 05. März fand wieder eine Sitzung des Dialogforums zur geplanten Schnellbahnstrecke Frankfurt-Fulda statt, an welcher auch Mitglieder der BI-Allianz, in welcher auch die Bürgerinitiative Rommerz vertreten ist.

Nachfolgend die aktuelle und offizielle Stellungnahme der Deutschen Bahn, in Teilen ergänzt durch den Vorstand der BI Bahnfreies Rommerz (kursiv dargestellt).

BI-Bahnfreies-Rommerz-2

Bei der 10. Dialogforumssitzung am 5. März hat die DB vorläufige Ergebnisse der Variantenbewertung vorgestellt. Eine finale Entscheidung, welche Trassenführung am Ende gewählt wird, konnte aber noch nicht getroffen werden, da einige Prüfergebnisse noch ausstehen. Hierzu gehört unter anderem die umfängliche Prüfung des Vorschlags „VIII“ und VII b. Die Strecke VII b ist von Gelnhausen kommend bis Ürzell mit der Trasse VII identisch, verläuft dann über die Rückstellvariante R4 über Wallroth nach Flieden auf die Bestandsstrecke bis kurz vor Neuhof. Über die Fliede-Aue geht sie dann durch den Opperzer Berg auf die bestehende Schnellfahrstrecke “Würzburg-Fulda”. Hintergrund für die zusätzliche Bewertung der Variante VII b ist, dass das Abbaugebiet von Kali & Salz aufgrund der Setzungsrisiken im Bergbau kritisch beurteilt wird. Grundsätzlich wird die bisherige Variante VII in der Bewertung der Raumordnung und der Schutzgüter als positiv eingestuft, hat aber verkehrlich (Flexibilität, Teil- und Gesamt-Inbetriebnahme, sowie Baurisiken) und wirtschaftlich deutliche Nachteile. Ebenfalls positiv in Bezug auf die Schutzgüter, Raumordnung, Verkehr und Wirtschaft wird die Variante IV bewertet, die nach wie vor von der “BI-Allianz” favorisiert wird.

Trassenvarianten-Stand-03-2018

Das Ergebnis der Schalluntersuchungen hat ergeben – egal welche Variante letztlich gewählt wird – es wird in jedem Fall in Summe leiser. Dies liegt daran, dass der Güterverkehr nachts von der bestehenden Strecke im Kinzigtal auf die Bestandsstrecke umgeleitet wird. Lärmmindernd wirkt sich zudem aus, dass die Güterwagen mit leisen Bremsen ausgerüstet werden müssen. Nicht zuletzt kommt die DB einer wichtigen Forderung der Region nach, die im Dialogforum formuliert wurde: Sie wird Lärmschutzuntersuchungen an der Bestandsstrecke durchführen.

Bei der sonstigen Bewertung der Varianten kamen die Gutachter der DB in Summe zu dem Schluss, dass Variantenkombinationen, die nahe der bestehenden Bahnstrecke im Kinzigtal verlaufen, aufgrund der hohen Anzahl betroffener Einwohner durch Lärm und während der längeren Bauzeit nachteilig sind. Kritisch bewerten die Umweltgutachter der Bahn zudem die Variante VI im Süden, bei der nördlich von Steinau ein empfindliches FFH-Gebiet gequert werden müsste. Auch die Spessart-Variante III, die ein Kalkniedermoor bei Altengronau beeinträchtigen würde, fällt im Vergleich schlecht aus. Aufgrund der kürzeren Fahrzeit zwischen Frankfurt und Fulda und des kürzeren Laufweges für den Güterverkehr sind die Varianten rund um das Kinzigtal besser zu bewerten als Varianten, die durch den Spessart führen.

Die Mitglieder des Dialogforums treffen sich in den nächsten Wochen zu mehreren ganztägigen Workshops und Sitzungen, um die vorgestellten Bewertungsergebnisse nachzuvollziehen und mit den Gutachtern im Detail zu diskutieren.

Hier ein Auszug aus der Präsentation der aktuellen Sitzung:

Praesentation_10_Sitzung_Dialogforum_HWF_vorl_Variantenbewertung

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